Samstag, 26. November 2011

Spätherbst Berglauf am Brixentaler Sonnberg

Der Berghang nördlich des Brixentals ("Sonnberg") ist von Fußwegen, Alm- und Forststrassen durchzogen. An einem sonnigen Spätherbsttag kann man zb. bei einer Tour von Klausen/Kirchberg nach Bruckhäusl/Wörgl das ganze Tal entlang laufen. Man kann die Wege dabei so kombinieren, daß man den Großteil des Weges ohne übermässigen Höhenunterschied mit Panoramablick die Berghänge entlang läuft - immer mit der Sonne im Gesicht.

Die Strecke von Klausen nach Bruckhäusl ist ca. 29km lang, ca. 1600 Höhenmeter im Anstieg und ca. 1900hm im Abstieg sind zu überwinden. Wem das noch zu wenig ist kann zb. in Westendorf einen lohnenden Abstecher zum Kälberalmsee (Schneekanonen Speichersee) einlegen (zusätzlich ca. 400hm Auf- und Abstieg). Parkmöglichkeit gibts zb. bei der Fleckalm Bergbahn oder beim Schwarzsee. Die Rückfahrt ist mit Zug oder Bus von Bruckhäusl oder Wörgl möglich. Die Tour kann natürlich auch früher abgebrochen werden, es gibt unzählige Varianten und Wege zurück ins Tal.

Der erste Anstieg über den Gasthof Hennleiten durch Fichtenwälder und über Bergwiesen und Almen erstreckt sich ca. über 700hm. Es gibt an einigen Stellen tolle Aussichtspunkte über Brixen- und Spertental bevor man den 'Rauhen Kopf' in Richtung Wilden Kaiser überquert. Beim 'Wilden Kaiser Blick' gibts ebenfalls einen schönen Aussichtspunkt (der leider von einer Hochspannungsleitung etwas getrübt wird).

Der Trasse der Hochspannungsleitung folgend kommt man über ein Hochmoor-Gebiet zur Boten-Alm, die ebenfalls idyllisch mit Blick auf den Wilden Kaiser gelegen ist. Von dort führt ein längerer Abschnitt auf einer Forststrasse mit leichtem Gefälle Richtung Brixen. Beim Gasthof Nieding ändert sich der Charakter des Weges. Ab hier bis oberhalb von Itter gehts jetzt immer abwechselnd einige hundert Meter über Felder und dann durch einen Wald-Abschnitt, zum Teil auf ziemlich schmalen Steigen.

Ich finde den ständigen Wechsel zwischen Asphalt-, Schotterstraßen und Fußwegen sehr reizvoll. Der Lauf wird dadurch sehr abwechslungsreich. Ebenfalls gefällt mir sehr gut daß man eine längere Strecke ohne große Höhenunterschiede zurücklegen kann. Nach dem Wegerl-Surfen oberhalb von Westendorf und Hopfgarten beginnt der letzte Abstieg oberhalb von Itter mit Blick auf Wörgl. Direkt im Zentrum des kleinen Orts zweigt ein letzter idyllischer Weg ab, auf dem die letzten Höhenmeter abgebaut werden. Am Ende der Tour steht eine ca. 3km lange Flachstrecke über den Radweg zum Bahnhof Bruckhäusl, bei dem sich auch eine Bushaltestelle befindet.

Höhenprofil und GPS-Tracks:


Abschnitt Kirchberg:


Abschnitt Brixen:


Abschnitt Westendorf:


Abschnitt Hopfgarten/Itter:

Montag, 19. September 2011

Wilder Kaiser Steig von St. Johann nach Kufstein

Ein schöner Höhenweg für einen ausgedehnten Berglauf im Tiroler Unterland ist der 'Wilde Kaiser Steig'. Der Weg quert den Wilden Kaiser auf seiner fotogenen Südseite und führt dabei auf einer Strecke von ca. 35km von St. Johann nach Kufstein. Lt. GPS sind dabei in Summe ca. 2800hm im Auf- und Abstieg zu überwinden. Empfehlenswert ist der Weg meiner Meinung nach besonders an einem schönen Herbsttag (im Frühling behindern lange Zeit Altschneefelder, im Sommer ist der Weg durch die Latschen ziemlich heiß).

Der Weg ist auf der ganzen Länge gut beschildert ('offizielle' Zeitangabe 13,5 Stunden) und auffällig gelb/schwarz markiert. Der Weg ist großteils in gutem Zustand und laufbar, einige Abschnitte sind etwas grobsteinig. Es gibt einige Teile auf denen man gehen muss - z.b. am Jubiläumssteig - einem kurzen, mit Stahlseil, Leitern und Stahlklammern gesicherten Abschnitt (Trittsicherheit erforderlich).

Ein möglicher Startpunkt für die Tour ist ein Parkplatz an der Straße zwischen St. Johann und Schwendt etwas vor der 'Huberhöhe'. Der Start ist ca. 2km von St. Johann entfernt neben der Straße deutlich gekennzeichnet (Parkplatz ca. 300m weiter auf der linken Straßenseite). Am Beginn steht ein Anstieg durch einen Buchenwald an der Gmail-Kapelle vorbei zum Hinterkaiserkamm. Über diesen Kamm gehts ein wenig auf und ab weiter bevor ein weiterer Anstieg zu den östlichen Abstürzen des Wilden Kaisers am Fuß von Mauk- und Ackerlspitz hinaufführt.

In diesem Teil sieht man in den Schotterrinnen häufig Gämsen, die sich von menschlichen Besuchern ihres Reviers erstaunlich wenig aus der Ruhe bringen lassen. Der Weg oberhalb der Ackerlhütte vorbei unterhalb der Törlspitzen in das Kübelkar zum Jubiläumssteig und zur Gruttenhütte ist der alpinste Abschnitt. Nach der Gruttenhütte wird der Weg mehr und mehr zu einem Waldweg.


Es gibt einige schöne Aussichtspunkte, zum Beispiel die Steiner Hochalm oberhalb vom Hintersteiner See. Nach der Waller Alm beginnt ein langgestreckter Abstieg nach Kufstein. Von dort kommt man zb. mit dem Zug über Wörgl zurück nach St. Johann. Aus dem Zugfenster kann man bei Kitzbühel große Teile des "Wilden Kaiser Steigs" nochmals aus einiger Distanz anschauen.

GPS Track und Höhenprofil:



Fotos:


Donnerstag, 1. September 2011

Sommer Berglauf Trainingsstrecken mit Lift-Abfahrt in den Kitzbüheler Alpen

Dieses Posting ist das Sommer-Gegenstück zum Winter-Berglauf-Posting - vorgestellt werden Berglauf Trainingsstrecken im Tiroler Unterland, bei denen man den Weg zurück ins Tal mit einem Lift zurücklegen kann. Obwohl im Sommer nicht alle Lifte in Betrieb sind hat man für Berglauf-Trainings mit Lift Talfahrt doch wesentlich mehr Auswahl als im Winter. Es gibt eine Saisonkarte für alle Lifte der Kitzbüheler Alpen, die im Sommer im Betrieb sind - die Kitzbüheler Alpen Sommer Card.

/*das Posting ist unvollständig und wird bei Gelegenheit erweitert*/

1.) Kramsach (500m) - Sonnwendjoch (2200m)

Der Sonnwendjoch-Lift in Kramsach erschließt mit dem Rofan ein tolles Wander- und Laufgebiet. Das Nachbar-Gebiet der Kitzbüheler Alpen ist schon etwas alpiner. Der Sonnwendjoch-Lift ist nur im Sommer in Betrieb und verbreitet historischen Charme. Achtung: Betriebsschluss ist schon um 16:15.

1.1) Bayreuther Hütte - Sonnwendjoch - Ziereiner See (24km, 2200hm)

Die ganze Runde von Kramsach über die Bayreuther Hütte auf das vordere Sonnwendjoch und von dort über den Kamm über den Sagzahn zum Ziereiner See und zurück ins Tal zu laufen ergibt eine lange Trainingseinheit über (lt. GPS) ca. 24km mit in Summe 2200hm im Auf- und Abstieg. Allein der erste Anstieg geht über 1700hm.

Bis zur Bayreuther Hütte befindet man sich auf breiten Forststrassen, die gut laufbar sind. Nach der Hütte wird es steiler, der Weg wird relativ schmal und steinig, daher muß man hier meist gehen. Vom Sonnwendjoch hat man einen tollen Blick übers untere Inntal zwischen Innsbruck und Wörgl. Der Weg über den Kamm zum Sagzahn und über den Schafsteig zum Ziereiner See ist zum teil sehr alpin, Abschnitte sind mit Stahlseilen gesichert. Hier kann man nicht laufen.

Der Ziereiner See liegt sehr fotogen in einem kleinen Kessel vor den Rofan Ostwänden. Nach dem See ist man in kurzer Zeit bei der Bergstation des Sessellifts. Wenn man den Lift verpasst muß man auf Fußwegen und Forststraßen zurück ins Tal. Die Wege sind durchwegs gut beschildert und gesichert.

Höhenprofil und Fotos:


2.) Kitzbühel (800m) - Kitzbüheler Horn (1996m) bzw. Alpenhaus (1670m)

Das Kitzbüheler Horn ist ein weithin sichtbarer, markanter Berg mit einem großen Fernsehsender am Gipfel. Es gibt eine ganze Reihe Anstiege vom Parkplatz der Hornbahn zu den beiden Bergstationen. Die Lifte sind im Sommer von 09:00 - 17:00 in Betrieb. Falls es mal knapp wird: die letzte Gondelbahnfahrt von Gipfel bzw. Alpenhaus startet pünktlich um 17:00. Um 17:01 steht man normalerweise vor verschlossenen Türen.

2.1) Römerweg, Stanglalm, Harschbichl (12,5km, 1320hm)

Diese Variante ist meiner Meinung nach landschaftlich und lauftechnisch der attraktivste Anstieg aufs Horn. Der Weg ist im oberen Teil etwas steil und ausgesetzt, es gibt auch kurze mit Stahlseilen gesicherte Stücke - man quert die Westflanke des Kitzbüheler Horns an der steilsten Stelle. Im Frühling ist es lange nicht möglich diesen Weg zu laufen, da man steile Altschneeflächen nicht queren kann (Absturzgefahr!).

Man beginnt auf dem malerischen 'Römerweg' mit dem Wilden Kaiser im Blick. Dieser asphaltierte Radweg zwischen Kitzbühel und St. Johann eigent sich auch hervorragend für Läufe im Tal. Der Anstieg beginnt ca. bei km 4.5 auf der Höhe des Hartsteinwerk-Kitzbühel (Steinbruch auf der gegenüberliegenden Talseite). An dieser Stelle ist auf einem Wegweiser "Kitzbühel 45min" und "Kitzbüheler Horn 3 1/2 Stunden" angegeben. Man schafft es durchaus auch ein wenig schneller...

Der Anstieg führt in Serpentinen zuerst asphaltiert durch einen Wald, nach ca. 300hm über eine Schotterstraße auf Almgelände über die Stanglalm ca. zur Bergstation der Gondelbahn 'Harschbichl' (aus St. Johann). Von dort startet der tolle schmale Wanderweg, der knapp unterhalb des Fernsehsenders wieder auf die von Kitzbühl kommende Asphaltstraße trifft. Die Bergstation der Gondelbahn befindet sich unübersehbar knapp unterhalb des Fernsehsenders.

Höhenprofil und Fotos:


2.2) Mautstraße, Alpenhaus

2.3) Adlerhütte, Alpenhaus

2.4) Hagstein, Lämperbichl (11km, 1220hm, Variante Alpenhaus: 9km, 920hm)

Der Weg über Hagstein und der Lämperbichl beginnt auf einer Asphaltstaße, man befindet sich nach kurzer Strecke auf blühenden Wiesen. Ca. nach 400hm wechselt der Belag auf Schotter und es geht abschnittsweise durch Wald. Am Sattel biegt man Richtung Kitzbühler Horn Gipfel nach links auf einen schönen Fußweg ab, auf dem einem auch ab und zu ein wagemutiger Mountainbiker entgegenkommen kann. Man kann entweder beim Alpenhaus die Talfahrt antreten oder die letzten ca. 300hm zum Gipfel mitnehmen.

Höhenprofil und Fotos:


2.5) Bichlalm

3.) Kitzbühel (800m) - Hahnenkamm (1710m)

3.1) Einsiedelei, Melkalm

3.2) Einsiedelei, Seidlalm

3.3) Abfahrtsstrecke

4.) Klausen (800m) - Ehrenbachhöhe (1800m)

5.) Westendorf (800m) - Choralpe (1770m)

5.1) Ziepl, Alpenrose (5.8km, 990hm)

Der direkteste Anstieg folgt im großen und ganzen dem Weg der Gondelbahn. Nach einem kurzen Stück auf Asphalt legt man ca. die Hälfte des Anstiegs auf schönen Fußwegen im Wald und auf Almwiesen zurück, bei den Ziepl-Höfen, der Jausenstation 'Alte Mittel' und der Mittelstation der Gondelbahn vorbei. Im oberen Streckenteil folgt der Wanderweg der Schi-Abfahrt bzw. einer Forststraße und endet direkt bei der Bergstation der Gondelbahn

Höhenprofil und Fotos:



5.2) Brixen, Stöcklalm (9,5km, 1050hm)

Eine Strecke die mir sehr gut gefällt startet am Parkplatz der Gondelbahn Westendorf. Zuerst hat man ca. 3.5km über einen asphaltierten Radweg zum Warmlaufen. In Brixen folgt man mehr oder weniger der Trasse der 'Schiweltbahn' (im Sommer nicht in Betrieb). Über einen zum Teil etwas bewachsenen Forstweg startet man über die 'Kohlstatt' (wo man früher Holzkohle hergestellt hat) zur Stöckl Alm.

Von dort kann man alternativ zum Schotterweg auch direkt über die Alm aufsteigen. Ab der 'Stöck-Hochalm' gehts nur mehr auf einem zum Teil nicht mehr vorhandenen Fußweg über Almgelände. Bei der Bergstation der 'Schiweltbahn' hat man den höchsten Punkt erreicht, auf dem letzten km gehts zur Bergstation der Gondelbahn Westendorf etwas bergab. Hier gibts auch mehrere Einkehrmöglichkeiten.

Höhenprofil und Fotos:



5.3) Brixen, Kandleralm

5.4) Brixenbach, Talkaser

5.5) Brixenbach, Wiegalm

5.6) Kirchberg, Harlasanger

5.7) Kirchberg, Brechhornhaus

5.8) Schrandl

5.9) Windau, Pastau, Brechhorn (26km, 1670hm)

Der Anstieg durch das Windautal und am Floch entlang übers Brechhorn zur Bergstation der Gondelbahn Westendorf wird vermutlich nur recht selten gelaufen. Die Strecke ist 26km lang und beginnt mit einem langen, nur leicht steigenden Asphalt Abschnitt. Ca. 1km nach dem Gasthof Steinberghaus endet der Asphalt und man biegt links auf einen Forstweg ab.


Am Ende des Forstweges beginnt ein Almweg, der zum Teil nicht gut laufbar ist. Dafür hat man bei dieser Tour mit dem Brechhorn einen echten Gipfelsieg zu feiern. Am Abstieg zum Brechhornhaus muß man zum Teil auch gehen. Ab dem Brechhornhaus befindet man sich dann wieder großteils auf breiten Forststraßen.

Höhenprofil und Fotos:



6.) Brixen - Hochbrixen

6.1) Moosen, Kälberalmsee

6.2) Moosen, Suglach

6.3) Kaslach Straße

6.4) Kaslach Fußweg

6.5) Straif

6.6) Nieding

6.7) Ritschberg, Obing

6.8) Buchberg, Gseng

6.9) Kirchberg, Rauher Kopf

7.) Hopfgarten - Hohe Salve

7.1) Tennwirt, Rigi (8km, 1250hm)


Der direkte Anstieg von Hopfgarten auf die Hohe Salve zählt zu meinen Lieblings-Trainigsstrecken. Der Weg zieht direkt vom Parkplatz weg mit gleichmässiger Steigung ca. 1200hm nach oben. Der erste Abschnitt folgt der Rodelbahn (Forstweg) ca. unterhalb der Lifttrasse. Im Bereich der Mittelstation der Gondelbahn legt man einen Teil auf einer Asphaltstrasse zurück bevor das letzte Drittel auf einem steilen Wanderweg folgt.

Höhenprofil und Fotos:



7.2) Windau, Sonnberg

7.3) Rigi

7.5) Schlossblick, Rigi

7.6) Itter, Kraftalm

8.) Söll - Hohe Salve

9.) Scheffau - Brandstadl

10.) Ellmau - Hartkaiser

11.) Going - Astberg

12.) St. Johann - Harschbichl

13.) Fieberbrunn - Lärchfilzkogel

14.) St. Jakob - Buchensteinwand

15.) Waidring - Steinplatte

16.) Hollersbach - Panoramaalm

17.) Niederau

18.) Auffach Markbachjoch

19.) Alpbach